Damian Maxson
DAMIAN MAXSON
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Montag, 24. August 2026 · Woche 35 von 52

Alles hat seine Zeit – und seine Ewigkeit

Weisheit und Sehnsucht · Prediger: alles ist Windhauch
Altes Testament
Prediger 3,1-2
«Alles hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreissen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit.»
Neues Testament
Johannes 12,24-25
«Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht. Wer sein Leben liebt, der verliert es; und wer sein Leben auf dieser Welt hasst, wird es zum ewigen Leben bewahren.»

Die Verbindung

Der Prediger beobachtet den Kreislauf des Lebens und Sterbens, des Aufbaus und des Vergehens als eine gegebene Ordnung. Christus nimmt diese Realität auf und zeigt, wie das Sterben, das Verlieren des Lebens, nicht das Ende ist, sondern der Weg zur Fülle und zum ewigen Leben. Er veredelt die natürliche Vergänglichkeit zu einem göttlichen Prinzip der Fruchtbarkeit und der Liebe, die über die irdische Zeit hinausreicht.

Betrachtung

Gestern haben wir die Weisheit gefeiert, die uns zu einem Leben in Fülle führt. Heute blicken wir mit dem Prediger auf die unumstössliche Tatsache: Alles hat seine Zeit. Geboren werden, sterben, pflanzen, abreissen – ein ewiger Kreislauf, der uns oft ratlos macht. Er erinnert uns an die Vergänglichkeit unseres Daseins, an die Grenzen unserer Kontrolle und an die unausweichliche Bewegung des Lebens.

Doch Jesus gibt dieser Vergänglichkeit eine neue Dimension. Das Weizenkorn, das stirbt, bringt viel Frucht. Unser Festhalten am irdischen Leben führt zum Verlust, das Loslassen aber zum ewigen Leben. Was auf den ersten Blick paradox klingt, ist eine tiefe Wahrheit: Die Bereitschaft, Altes loszulassen, uns selbst hinzugeben, öffnet uns für die wahre Fülle, für eine Fruchtbarkeit, die über unser begrenztes Dasein hinausgeht.

Diese Bewegung – vom Festhalten zum Loslassen, vom Sterben zum Fruchtbringen – ist der Kern unserer Woche. Sie befreit uns von der Illusion, alles kontrollieren zu können, und lädt uns ein, unsere Zeit bewusst zu leben, im Vertrauen darauf, dass Gott auch im Vergehen und Loslassen einen tieferen Sinn und eine ewige Perspektive bereithält.

Gebet

Himmlischer Vater, ich stehe am Beginn dieses Tages und erkenne die Vergänglichkeit, die mich umgibt. Alles hat seine Zeit, und ich bin oft versucht, festzuhalten, wo ich loslassen sollte. Hilf mir heute, die Weisheit des Predigers anzunehmen und die Wahrheit deines Sohnes zu verstehen: dass im Sterben und Loslassen wahres Leben und Frucht verborgen sind. Lehre mich, meine Zeit bewusst zu leben, im Vertrauen auf deine ewige Liebe, die alles zum Guten führt. Amen.

Der rote Faden

Nachdem wir gestern die Fülle des Lebens in Christus betrachtet haben, führt uns der Prediger heute in die Realität der Vergänglichkeit ein. Dies ist der erste Schritt unserer Woche, die uns zeigen wird, wie diese Vergänglichkeit uns für das Wesentliche befreit.

Nimm die Vergänglichkeit an, denn sie ist der Boden für neues, ewiges Leben in Christus.

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