Der Trost Israels ist da
«Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott. Redet freundlich zu Jerusalem und ruft ihr zu, dass ihre Knechtschaft vollendet ist, dass ihre Schuld bezahlt ist; denn sie hat von der Hand des Herrn das Doppelte empfangen für alle ihre Sünden.»
«Und siehe, es war ein Mensch in Jerusalem, dessen Name war Simeon; und dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels, und der Heilige Geist war auf ihm. Und es war ihm vom Heiligen Geist geweissagt worden, dass er den Tod nicht sehen würde, ehe er den Christus des Herrn gesehen hätte.»
Verheissung und Erfüllung
Im Alten Testament wurde die Beendigung der Knechtschaft und die Begleichung der Schuld Israels als Trost angekündigt. Es war die Zusage, dass Gott sich seinem Volk wieder gnädig zuwenden würde.
Diese Ankündigung hat sich in Christus erfüllt. Simeon erkennt in Jesus den verheissenen Trost Israels, der die Schuld sühnt und die Befreiung von der Knechtschaft der Sünde bringt, nicht nur für Israel, sondern für alle Menschen.
Nimm diese Verse als Erinnerung, deine eigene Bibel in die Hand zu nehmen, sie dort nochmals zu lesen und – wenn du magst – noch ein Stück weiterzulesen. Gottes Wort auch wirklich in Händen zu halten, schenkt dir zugleich einen wertvollen Moment fern vom Digitalen.
Lies die Bibel nicht am Stück, sondern punktuell: eine Stelle, in Ruhe, und bitte den Heiligen Geist um Verständnis. Wer alles auf einmal verschlingen will, verliert den Überblick. Wer Tag für Tag eine Stelle nimmt, sieht mit der Zeit das Ganze.
Die Verbindung
Im Alten Testament kündigt Gott durch Jesaja Trost und die Bezahlung der Schuld für sein Volk an. Dieser Trost ist nicht abstrakt geblieben, sondern wird im Neuen Testament in einer konkreten Person greifbar. Simeon wartet nicht nur auf eine Idee, sondern auf den Christus, der diesen Trost verkörpert und bringt.
Betrachtung
Gestern haben wir über die Bedeutung jedes Wortes aus Gottes Mund nachgedacht, das uns mehr nährt als Brot. Heute sehen wir, wie diese Worte konkret werden, wie sie sich in Fleisch und Blut kleiden und zu einem lebendigen Trost werden.
Simeon war ein Mensch, der gewartet hat. Er hat nicht nur gewartet, dass etwas passiert, sondern er hat auf den Trost Israels gewartet – auf die Erfüllung einer tiefen Sehnsucht, die durch die Propheten wie Jesaja immer wieder genährt wurde. Er hat sich nicht entmutigen lassen, auch als die Zeit scheinbar stillstand. Und dann, in einem kleinen Kind, erkennt er die Erfüllung dieser jahrhundertelangen Hoffnung.
Dieser Trost ist nicht nur für Israel. Er ist für dich. Er ist für mich. Er ist für eine Welt, die sich nach Trost sehnt. Die gute Nachricht ist, dass dieser Trost nicht mehr erwartet werden muss; er ist gekommen. Er ist greifbar, persönlich und zutiefst liebevoll. Er beendet unsere Knechtschaft und bezahlt unsere Schuld, genau wie Jesaja es prophezeit hat.
Gebet
Himmlischer Vater, ich danke dir für deinen Trost, der nicht nur ein Wort ist, sondern eine Person – Jesus Christus. Danke, dass du meine Schuld bezahlt und mich aus der Knechtschaft befreit hast. Hilf mir heute, diesen Trost nicht nur zu kennen, sondern ihn tief in meinem Herzen zu spüren und daraus zu leben. Lass mich wie Simeon erkennen, dass du dein Versprechen hältst und dass dein Heil für alle Völker ist. Amen.
Der rote Faden
Nachdem wir gestern die Bedeutung von Gottes Wort als Nahrung betont haben, sehen wir heute, wie dieses Wort in Christus Gestalt annimmt und zum Trost wird. Morgen werden wir uns damit beschäftigen, wie dieser Trost ein Licht für alle Völker ist.
Der Trost Israels ist da. Er ist für dich. Nimm ihn heute an und lebe aus seiner Fülle.
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