Gottes Ewigkeit hält unsere Vergänglichkeit
«Ich erkannte, dass alles, was Gott tut, ewig ist; man kann nichts hinzufügen und nichts davon wegnehmen. Und Gott macht es so, damit man sich vor ihm fürchtet.»
«Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Gewalten, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.»
Die Verbindung
Was der Prediger als Gottes ewiges Wirken erkennt, das Furcht einflössen mag, wird im Neuen Testament in Christus zur unerschütterlichen Zusage der Liebe. Gottes Ewigkeit ist nicht nur ein fernes, unantastbares Prinzip, sondern die sichere Grundlage, auf der seine Liebe zu uns ruht und von der uns nichts trennen kann.
Betrachtung
Gestern haben wir über Gottes ewiges Gericht gesprochen, das in Christus eine Offenbarung seiner Liebe ist. Heute weitet sich dieser Gedanke: Der Prediger sieht, dass Gottes Handeln ewig ist, unveränderlich. Das kann Ehrfurcht einflössen, vielleicht sogar eine gewisse Furcht vor dem Unabänderlichen. Es ist die Erkenntnis, dass wir nicht im Zentrum stehen, sondern Gott.
Doch genau diese Ewigkeit Gottes wird in Jesus Christus zum Fundament unserer grössten Sicherheit. Paulus schreibt, dass nichts, absolut nichts, uns von der Liebe Gottes trennen kann. Weder die Vergänglichkeit, die wir diese Woche so intensiv betrachtet haben, noch irgendeine Macht im Himmel oder auf Erden. Gottes Ewigkeit ist nicht dazu da, uns klein zu machen, sondern uns in seiner Liebe zu verankern.
Du kannst heute mit der Gewissheit leben, dass dein Leben, mit all seiner Vergänglichkeit, in einer Liebe geborgen ist, die ewig ist. Diese Liebe ist nicht von deinen Leistungen abhängig, nicht von deinen Fehlern, nicht von den Umständen. Sie ist einfach da, weil Gott ewig ist und seine Liebe ebenso. Das gibt eine tiefe Ruhe, inmitten aller Veränderungen.
Gebet
Ewiger Gott, ich danke dir für deine unvergängliche Liebe. Es ist tröstlich zu wissen, dass alles, was du tust, ewig Bestand hat und dass nichts mich von deiner Liebe trennen kann, die du in Jesus Christus offenbart hast. Hilf mir, heute in dieser Gewissheit zu ruhen, meine Ängste loszulassen und mein Vertrauen ganz auf dich zu setzen. Möge deine Ewigkeit mein Anker sein in der Vergänglichkeit dieses Tages. Amen.
Der rote Faden
Nachdem wir die ganze Woche die Vergänglichkeit betrachtet haben, mündet dieser siebte Tag in der unerschütterlichen Ewigkeit Gottes und seiner Liebe, die uns trägt. Nächste Woche wenden wir uns Jona und der Gnade für Feinde zu.
Gottes Ewigkeit ist der sichere Hafen für deine vergängliche Seele.