Damian Maxson
DAMIAN MAXSON
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Montag, 5. Oktober 2026 · Woche 40 von 52

Liebe deine Feinde – die radikale Herzenswandlung

Christus kommt · Die Bergpredigt
Altes Testament
3. Mose 19,17-18
«Du sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin der HERR.»
Neues Testament
Matthäus 5,43-48
«Ihr habt gehört, dass gesagt ist: «Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.» Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel werdet. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Seid vollkommen, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.»

Verheissung und Erfüllung

Angekündigt

Im Alten Testament wurde uns verheissen, dass wir unseren Nächsten lieben sollen und Hass im Herzen vermieden werden muss, weil Gott selbst die Quelle dieser Liebe ist.

Eingetroffen

In Christus ist diese Verheissung nicht nur eingetroffen, sondern wurde zu einer radikalen Herzenswandlung. Er hat uns gelehrt, dass wahre Gottesliebe sich in der Feindesliebe zeigt, und hat uns durch sein eigenes Leben und Sterben vorgelebt, wie diese Liebe aussieht und dass sie selbst die grössten Feindseligkeiten überwinden kann.

Nimm diese Verse als Erinnerung, deine eigene Bibel in die Hand zu nehmen, sie dort nochmals zu lesen und – wenn du magst – noch ein Stück weiterzulesen. Gottes Wort auch wirklich in Händen zu halten, schenkt dir zugleich einen wertvollen Moment fern vom Digitalen.

Lies die Bibel nicht am Stück, sondern punktuell: eine Stelle, in Ruhe, und bitte den Heiligen Geist um Verständnis. Wer alles auf einmal verschlingen will, verliert den Überblick. Wer Tag für Tag eine Stelle nimmt, sieht mit der Zeit das Ganze.

Die Verbindung

Das Alte Testament forderte bereits die Liebe zum Nächsten und verbot den Hass im Herzen. Doch Jesus Christus geht weit über diese Forderung hinaus. Er erweitert den Kreis der Liebe radikal und fordert uns auf, selbst unsere Feinde zu lieben und für sie zu beten, um so die wahre Vollkommenheit Gottes widerzuspiegeln.

Betrachtung

Gestern haben wir darüber nachgedacht, wie Jesus uns lehrt, auf Vergeltung zu verzichten und dem Bösen mit Liebe zu begegnen. Heute führt er diesen Gedanken noch weiter. Es ist eine Sache, auf Rache zu verzichten, aber eine ganz andere, aktiv für diejenigen zu beten und Gutes zu tun, die uns schaden wollen.

Diese Forderung Jesu ist vielleicht eine der herausforderndsten überhaupt. Sie geht gegen jede menschliche Intuition, gegen unser Gefühl für Gerechtigkeit und unsere natürlichen Abwehrmechanismen. Doch genau darin liegt die Grösse der Liebe, zu der Christus uns beruft: Sie ist nicht nur ein Gefühl, sondern eine bewusste Entscheidung, die den göttlichen Charakter widerspiegelt.

Wenn wir unsere Feinde lieben, werden wir nicht schwach oder naiv. Im Gegenteil, wir zeigen eine Stärke, die nur aus Gott kommen kann. Wir brechen den Kreislauf von Hass und Gewalt und öffnen einen Raum für Vergebung und Heilung, der sonst verschlossen bliebe. Das ist die Vollkommenheit, von der Jesus spricht – nicht makellose Perfektion, sondern eine umfassende, göttliche Liebe, die keine Grenzen kennt.

Gebet

Himmlischer Vater, es fällt mir oft so schwer, die Liebe zu leben, die du von mir erwartest. Meine natürlichen Gefühle sträuben sich gegen die Feindesliebe. Doch du hast mir in Jesus gezeigt, dass dies der Weg ist, deine Vollkommenheit widerzuspiegeln. Hilf mir heute, nicht nur Hass zu vermeiden, sondern aktiv für diejenigen zu beten und Gutes zu tun, die mir Unrecht tun. Schenke mir dein Herz, damit ich ein Kind deines Lichts sein kann, das Liebe sät, wo Hass herrscht. Amen.

Der rote Faden

Nachdem wir gestern über den Verzicht auf Vergeltung nachgedacht haben, führt uns Jesus heute noch tiefer in die radikale Dimension der Nächstenliebe: die Liebe zu den Feinden. Dies ist der erste Schritt in dieser Woche zum Wochenthema 'Die Bergpredigt'.

Liebe heute nicht nur deine Nächsten, sondern auch jene, die dir feindlich gesinnt sind, und spiegel so Gottes Liebe wider.

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